Meik Schröder und Lammert Boerman leiten Train Line

Nun führt neben Meik Schröder auch Lammert Boerman die Geschäfte bei Train Line

Es wurden Veränderungen in der Geschäftsleitung von Train Line bekannt. Wie der GARTENBAHN profi in seiner aktuellen Ausgabe berichtet (2/2016), wird zukünftig neben Meik Schröder auch der Niederländer Lammert Boerman leitend für den bünder Gartenbahnhersteller Train Line tätig sein.
Laut GARTENBAHN profi wird Lammert Boerman auch weiterhin sein Unternehmen Modelbouw Boerman betreiben.

Bisherige Zusammenarbeit wird fortgesetzt

In der Vergangenheit wurden Handarbeitsmodelle von Lammert Boerman als Vorlagen für die HSB Mallet 99 5901 und die Pfiffi 99 6101 dem Hersteller Train Line zur Verfügung gestellt. Während der Entwicklungsphase dieser Loks präsentierte Train Line gerne die boermanschen Modelle auf Messen und Austellungen als „Muster“. Der jeweils gezeigte Detailierungsgrad fand sich allerdings nicht in den endgültigen Modellen wieder.

Ein DR-Rollbock-Set von Modelbouw Boerman wird auch im Programm von Train Line vertrieben. Folgen soll für diesen wie auch für den von Train Line geplanten DR-Rollwagen ein dazu passender Regelspurwagen (Spurweite 64 mm). Ein Handmuster des Güterwagens wird bereits auf der Website von Modelbouw Boerman präsentiert.

Meik Schröder: Modelleisenbahn seit 2000

Die Anfänge von Train Line liegen 15 Jahre zurück. Meik Schröder startete in 2000 mit einem Modellbahnfachgeschäft, vielen noch bekannt als Herforder Lokschuppen. Als LGB 2007 Insolvenz anmelden musste und ein Fortbestand fraglich war, nutzte Mike Schröder die Gelegenheit, ein eigenes Gleissystem auf den Markt zu bringen.
Drei Jahre später wurden die ersten eigenen Personenwagen angeboten. Die Fahrzeuge orientierten sich in Farbgebung und Ausgestaltung anfänglich mehr an den LGB-Produkten als an dem Vorbild, wie manche Kritiker meinten. Allerdings bildete diese Produktlinie die Grundlage für die Entwicklung selbst produzierter Lokmodelle.
Seit 2014 wird ein WLAN-basiertes Steuerungssystem für die Gartenbahn angeboten, das von Karl Grote aus seinem WLANcroc-Projekt entwickelte wurde: Train Control WLAN. Über die aktuelle Version 2.0 wurde bereits hier im Blog berichtet.  Train Control WLAN löste das bisherige System Train Control ab, das seit 2001 im Programm war. Beide Steuerungen gelten in der Gartenbahnwelt aber eher als Insellösungen.

Holpriger Start mit Lok-Modellen

Meik Schröder präsentierte 2012 die Kleindiesellok DEV V3, die in der Gartenbahnszene sehr unterschiedlich aufgenommen wurde. Gerade die Ausgestaltung markanter Details wurde als nicht gelungen angesehen.
Zwei Jahre später wurde dann die HSB Mallet 99 5901 auf den Markt gebracht.  Mit diesem Modell stieß Meik Schröder wieder auf Kritik hinsichtlich der Ausgestaltung und Detailierung des Modells. In einem Sonderset zusammen mit zwei Personenwagen wird derzeit die Lok überarbeitet und mit Zurüstteilen angeboten.

Meik Schröder s neuestes Lokmodell: HSB Pfiffi 99 6201, Quelle: Train Line

HSB Pfiffi 99 6201, Quelle: Train Line

Bei der Pfiffi wurde wohl auf die Kritik aus den Reihen der Gartenbahner gehört. Wie es hies, sei man auf Kundenwünsche eingegangen und habe das Lokmodell genauer konstruiert. Eine Vorbesprechung eines Exemplars aus der Nullserie ist im Spaßbahnforum zu finden und natürlich auch Anmerkungen hier im Blog.

Lammert Boerman seit über 20 Jahren aktiv im Modellbau

Lammert Boerman ist seit 1994 aktiv im Gartenbahnhobby. Das Interesse galt schon früh dem maßstäblichen Modellbau. Die Anforderungen wurden, so Lammert Boerman, mit der Zeit immer höher, ebenso die Nachfrage von anderen Garten- und Modellbahnern.
So gründete er 2014 sein Unternehmen Modelbouw Boerman, das für detailierten Modellbau im Maßstab 1:22,5 bekannt ist.

Ein Gedanke zu „Meik Schröder und Lammert Boerman leiten Train Line

  1. Alexander Cramer

    Ich kenne Lammert als versierten Modellbauer und Vorbild-Kenner, mit dem man auch sachlich fachsimpeln kann.

    Ich hatte seinerzeit der Firma Train Line die Originalzeichnungen der 99 6101 zur Verfügung gestellt in der Hoffnung, dass die bei der Mallet gemachten Fehler bei der 99 6101 vermieden werden. Über die Ausprägung und Nachbildung jedes noch so kleinen Details lässt sich sicherlich streiten. Viel wichtiger ist es aber, dass alle Baugruppen in Form und Größe dem Vorbild entsprechen. Nur so kann auch der Kundenkreis der MODELLbahner hinzugewonnen werden.

    Ein sehr schönes Beispiel dafür, was alles machbar ist, ist der Malletumbau von Thomas Guter, der viele viele Stunden und noch mehr Geld investiert hat, um aus der Train Line-Mallet ein ansehnliches Modell zu schaffen. Viele notwendigen Maßnahmen wären vermeidbar gewesen, wenn die Ausgangsbasis wie oben geschrieben konstruiert gewesen wäre. Dann hätte sich der Umbauaufwand deutlich reduziert.

    Mit Lammert im Boot kann man jetzt nur hoffen, dass solche Fehler wie konische Sanddome, falsche Fenstergrößen, unrichtige Radien usw. zukünftig der Vergangenheit angehören. Also ICH bin gespannt, ob sich die neuen Geschäftsbeziehungen positiv auswirken werden – ich hoffe es für alle Freunde maßstäblicher Gartenbahnmodelle!!!

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