Gedankensplitter – Aktuell im Internet

Man kann sich alles gutreden …

Während man in den kleineren Nenngrößen schon seit Jahrzehnten den Weg hin zu maßstäblichen Fahrzeuglängen gefunden hat, scheint man im Gartenbahnbreich gerade den umgekehrten Weg gehen zu wollen. Ist das wirklich ein praktischer Tipp eines Blogs, der für sich reklamiert „Spur-G-Blog: DAS tägliche Online-Magazin für Gartenbahner“ zu sein?

Bildschirmkopie Spur-G-Blog vom 01.01.2017

Bildschirmkopie Spur-G-Blog vom 01.01.2017

Wie klein muss dann die Anlage sein, um einen „Vorteil“ in der Verkürzung von 7 cm zu haben?

Sind 7 von Piko gestauchte Wagen so viel mehr als 6 in maßstäblicher Länge?

Setzt man einen Maßstab von 1:29 für die eher gummi-maßstäblichen Fahrzeuge von Piko an, sollte der Güterwagen (40′) eine Länge von 42 cm haben statt der 35 cm, die für dieses Prokukt gewählt wurden. Die maßstäblichen 42 cm wären sogar nur 0,5 cm länger als die üblichen LGB-US-Wagen (41,5 cm), die sich auf kleinen Anlagen ebenso gut oder schlecht für amerikanische Züge eignen.

35 zu 42 cm macht einen „Platzvorteil“ von gerade einen Wagen auf 6. Zwei gleichlange Züge mit 7 statt 6 Wagen, wenn das kein Gewinn und das schlagende Argument ist gegen maßstäbliche Länge!

Einige wirklich praktische Tipps:

  • Wer eine kleine Gartenbahnanlage hat mit engen Radien und kurzen Geraden, dem sei wärmstens ans Herz gelegt, das Anlagenthema zu überdenken. Auf kleinen Radien sehen 2-achsige Wagen immer besser aus als jeder verkürzte 4-Achser.
  • Statt einen geschlossenen Gleisplan in Rechteckform zu wählen, lassen sich im Garten sehr schöne und lange Strecken erreichen, wenn sie an den Rändern von Beeten geführt werden, vielleicht sogar entlang der Grundstücksgrenze.
  • Wer für das Thema „Amerika“ im Garten oder Haus nicht viel Platz hat, greift besser zu einer H0- oder N-Modellbahn und  kann diese vielleicht entlang der Wand oder in einem Regal legen. So profitiert man dennoch von den oft sehr gut detailierten Modellen der kleineren Nenngrößen. Mit ihnen lassen sich schöne und lange Züge bilden, die außerdem den Geldbeutel schonen.

Beispiel: Ein amerikanischer 40′-Güterwagen (State of Maine) in Nenngröße N bei RD-Hobby. Vier Wagen sind gerade so lang wie ein gestauchter Piko-Wagen.

In dem Sinne, eine gutes neues Jahr!

4 Gedanken zu „Gedankensplitter – Aktuell im Internet

  1. Che van Douven

    Man darf aber nicht vergessen, das LGB’ler jahrelang auf den Nürnberger Hersteller eingedroschen haben (und es manche auch heute noch tun) weil deren Maßstab zwischen 1 zu 20 und 1 zu 30 schwankte. Das Ergebnis konnte sich aber immer sehen lassen.
    Ich denke es ist wichtiger, das ein Modell problemlos noch R1durchfahren kann als die Frage zu diskutieren, ob es ein oder zwei cm verkürzt noch als vorbildgerecht bezeichnet werden darf.

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    1. Holger Gatz

      Hallo „Che“,
      eigentlich ging es um das Schönreden des Spur-G-Blog-Autors, der die verkürzten Piko-Wagen als Vorteil für Besitzer kleiner Anlagen lobt. Tatsächlich sind diese nicht nur 1 oder 2 cm, sondern fast 20 % kürzer (35 cm statt 42 cm) als sie selbst mit Pikos 1:29-Maßstab wären.
      Die LGB-Wagen sind von mir als (positives) Gegen-Beispiel herangezogen worden, weil sie mit ihrer Länge von 41,5 cm Länge problemlos selbst auf kleinsten Anlagen laufen.
      Es geht mir weniger darum, ob ein Modell 0,5 oder 1 cm zu kurz ist. Hier wurde aber von 100 % auf 80 % Länge gestaucht. „G“ steht anscheinend immer noch für „Gummi“.
      Wie ein Modell mit nur kleinen Unterschieden verzerrt wird, kann man am Beispiel der „Franzburg“ des DEV sehen. Die Gegenüberstellung von Original, maßstäblichen Modell und dem, was LGB daraus macht, ist hier nachzulesen und zu schauen, übrigens mit dem gleichen Antrieb als Grundlage … http://blog.holger-gatz.de/2016/07/die-dreifache-franzburg/

  2. Hans-Jürgen Eicke

    Hallo,
    ich finde es lustig, dass „Der Blog“ die Gartenbahner wohl mittlerweile für so unselbstständig hält, dass er ihnen das Auspacken eines Wagens im Video zeigen muss. Besonders super ist der Schluss mit dem zerrissenen Himmel und einem Zug mit 3 bunten Wagen. Vielleicht sollte „Der Blog“ mal in die USA fahren und sich auf Museumsbahnen umschauen.
    Ähnliches gilt für Videos, in denen man das Auspacken!!! eines Cabrios erklärt, und die Zurüstteile verkehrt anbringt. Hat man beim „Blog“ keinen Qualitätsanspruch, gilt Masse statt Klasse??

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